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Burgenland (162)

Entdecken Sie die einzigartigen Merkmale der österreichischen Weinregion Burgenland. Dort stellen die Winzer hervorragende Weine her, unter anderem aus den Sorten Zweigelt und Blaufränkisch.

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Österreichs Burgenland

Das Burgenland ist ein relativ kleines Land in Bezug auf Fläche und Einwohnerzahl, nimmt jedoch als das zweitgrößte Weinanbaugebiet in Österreich, nach Niederösterreich, eine bedeutende Stellung ein. Auf etwa 16.500 Hektar produzieren die ansässigen Winzer jährlich ungefähr 750.000 Hektoliter Wein! Der Weinstil zeichnet sich vor allem durch seine Frische und Fruchtigkeit aus. Immer mehr Weingüter im Burgenland experimentieren mit Neuem, wobei sie das authentische Aroma des Burgenlands nicht aus den Augen verlieren.

Das Land und seine Weine

Aus dem östlichen Österreich strömen überwiegend Rotweine in die ganze Welt. Zudem gibt es ein ansprechendes Angebot an vollmundigen Weißweinen. Auch Süßweine dürfen in dieser Zusammenstellung nicht fehlen, da einige dieser Weine ihren Ursprung im Burgenland haben. Zu den wichtigsten Rebsorten zählen jedoch Zweigelt und Blaufränkisch, zwei heimische Traubensorten.

Zweigelt trägt viele Namen. Die Sorte ist auch bekannt als Blauer Zweigelt, Rotburger oder Zweigeltrebe. In Österreich ist sie unentbehrlich und prägt vielerorts die Umgebung. Diese Rebsorte gilt als die häufigste in Österreich und wird zu köstlichem Rotwein verarbeitet.

Blaufränkisch hat ebenso diverse gängige Bezeichnungen, die unterschiedlich häufig verwendet werden. Auch als Lemberger oder Blauer Limberger bekannt, ist der Anbau von Blaufränkischen Trauben mit gewissen Risiken verbunden. Die Reben sollten nicht mit Spätfrost in Kontakt kommen. Das Klima der Region ist jedoch vorteilhaft für den Anbau und entwickelt sich zunehmend in eine Richtung, die den Blaufränkischreben zugutekommt.

 

Weinregion Burgenland

Das Burgenland ist ein Bundesland in Österreich, dessen Wirtschaft stark von der Landwirtschaft abhängt. Die günstigen klimatischen Bedingungen machen die Region besonders attraktiv für den Weinanbau. Innerhalb des Weinanbaus gliedert sich das Burgenland in die Anbaugebiete Neusiedlersee, Neusiedler-Hügelland, Mittelburgenland und Südburgenland, wobei das Neusiedlersee-Gebiet die meisten Weinbauflächen umfasst.

 

Winzer aus Österreichs Osten

Hinter jedem exzellenten Wein steht ein Winzer, der aktiv den Charakter des Weins gestaltend beeinflusst. Der Winzer hat nicht nur ein umfassendes Wissen über das Mikroklima, die Böden und die gewählte Rebsorte, sondern legt auch großen Wert auf die kleinen Details beim Anbau, der Ernte und der Verarbeitung. Da das Burgenland hervorragend für den Weinanbau geeignet ist, leben hier viele Winzer, darunter zahlreiche Familienbetriebe. Drei davon möchten wir näher vorstellen.

 

Weingut Günter & Regina Triebaumer Rust

Die Familie Triebaumer kann auf eine lange Geschichte im Weinanbau zurückblicken und ist seit Ende des 17. Jahrhunderts am Neusiedlersee in der Nähe der Freistadt Rust im Burgenland aktiv. Heutzutage führen Günter Triebaumer und Regina Limbeck das Weingut, das etwa 24 Hektar Anbaufläche umfasst. Ihr Markenzeichen ist die Kombination aus Tradition, die aus ihrer Familiengeschichte erwächst, und der Offenheit für neue Entwicklungen. Diese Werte sind entscheidend für die Weinproduktion, doch in jeder Flasche, die hier entsteht, spiegelt sich auch die Seele der bemerkenswerten Ruster Rieden wider.

 

Weingut Esterházy

Die Familie Esterházy hat ungarische Wurzeln und lässt sich bis ins 13. Jahrhundert zurückverfolgen. Im 17. Jahrhundert hob sich eine fürstliche Linie der Esterházys hervor, die zeitweise zum Hochadel Österreichs zählte und die Geschichte des Landes maßgeblich prägte. Die Familie ist bekannt für ihre engen Beziehungen zur ungarischen Krone und dem Haus Habsburg und besitzt bis heute historische Immobilien, wie das Schloss Esterházy in Eisenstadt.

Der Name Esterházy ist nicht nur aufgrund seines Einflusses auf die mitteleuropäische Geschichte bekannt, sondern hat auch die Entwicklung des europäischen Weinanbaus stark geprägt. Dies gilt bis heute im Burgenland: Das Esterházy-Weingut am Leitherberg erstreckt sich über etwa 90 Hektar und zählt zu den modernsten in ganz Österreich. Auf den Anbauflächen finden sich hauptsächlich rote Rebsorten wie Blaufränkisch, Cabernet Sauvignon und Zweigelt, während etwa ein Drittel der Reben weiße Sorten wie Chardonnay, Pinot Blanc und Welschriesling umfasst.

 

Weingut Leo Hillinger

Nicht jedes Weingut im Burgenland kann auf eine lange Tradition zurückblicken, doch das bedeutet nicht, dass dort keine außergewöhnlichen Weine entstehen. Leo Hillinger gehört zu den Winzern, die ihr eigenes Weingut gegründet haben. Sein Vater war Weinhändler und übergab das Geschäft 1990 an seinen Sohn.

Leon kaufte etwa 90 Hektar Anbaufläche in der Nähe von Jois und Rust im Burgenland und produziert seitdem seinen eigenen Wein nach bio-organischen Prinzipien. Eine internationale Ausrichtung ist für Leo Hillinger von großer Bedeutung, weshalb er seine Produkte inzwischen in 20 Ländern verkauft – vor allem in Europa sowie in den USA und China.

 

Klima und Böden im Burgenland

Heiße Sommer und kalte Winter prägen das klassische Klima im Burgenland. Die durchschnittliche Jahrestemperatur liegt bei 10°C. Rund 2.000 Sonnenstunden bereichern das Land jährlich. Es fallen etwa 350 bis 650 Millimeter Niederschlag, wobei winterlicher Schnee eher eine Seltenheit darstellt. Das Klima in Burgenland wird oft als pannonisch beschrieben, was darauf hinweist, dass der Osten Österreichs sowie große Teile Ungarns in der Pannonischen Tiefebene liegen.

Zudem bietet die Region wertvolle Böden, aus denen die anspruchsvollen Weinreben die benötigten Nährstoffe und Aromen gewinnen. Diese Böden variieren darüber hinaus zwischen den einzelnen Weinanbaugebieten im Land. Dies erklärt teilweise, warum Burgenländer Weine sich teils stark voneinander unterscheiden, obwohl sie alle aus dem kleinen Land stammen.

 

Wissenswertes über das Burgenland

Wo befindet sich das Burgenland?

Das Burgenland liegt im Osten Österreichs und grenzt direkt an Ungarn, die Slowakei sowie an die österreichischen Bundesländer Niederösterreich und Steiermark. Die Hauptstadt ist Eisenstadt. In Österreich ist dieses Bundesland das am wenigsten bevölkerte, denn nur etwa 293.000 Menschen leben hier.

Der Name Burgenland stammt von den vielen Burgen in der Region. Obwohl die drei bedeutendsten Burgen heute zu Ungarn gehören (gemeint sind die Wieselburg, die Ödenburg und die Eisenburg), gibt es innerhalb der Landesgrenzen weiterhin zahlreiche Burgen und Schlösser, wie die Burg Lockenhaus oder die Burg Bernstein.

 

Wann findet die Weinlese im Burgenland statt?

Das Burgenland ist, wie viele andere Regionen, direkt vom Klimawandel betroffen, was sich in steigenden Durchschnittstemperaturen äußert. Daher beginnt die Weinlese mittlerweile bereits Mitte August. Früher starteten die Burgenländer Winzer erst Ende August mit der Traubenernte, doch heute erreicht die Weinlese zu diesem Zeitpunkt oft bereits ihren Höhepunkt.

 

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