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Von den schönen Kieseln - Château Ducru-Beaucaillou
Das Château Ducru-Beaucaillou ist eines der bekanntesten Weingüter des Bordeaux. Es liegt in der Gemeinde Saint-Julien Beychevelle auf der Halbinsel Médoc, direkt am Ästuär Gironde. Das Château ist als Deuxième Grand Cru Classé eingestuft, der zweiten Stufe der Klassifikation von 1855.
Die Geschichte des Weinguts reicht lange zurück, erste Aufzeichnungen existieren über die Hochzeit von Jacques de Bergeron und Marie Dejean, der Erbin des Weinguts, im Jahre 1720. Das Weingut genoss damals vor allem in den skandinavischen Ländern einen hohen Ruf, eine kleine Anekdote aus der Zeit berichtet davon: während der Revolution, als die Anwesen des Adels erstürmt und konfisziert wurden, nahm man unter anderem auch Waffen von ein paar schwedischen Besuchern des Château in Gewahrsam.

Die Namensgeber
Im Jahre 1797 erwarb Bertrand Ducru das Weingut. Es war ein erfolgreicher Händler mit einem Faible für Médoc-Weine. Er investierte in Keller, Rebgärten und errichtete anstelle des typischen Gironde-Hauses das heutige Château. Aufgrund seiner Verdienste um das Weingut wurde später sein Name zu Beaucaillou hinzugefügt. Die Familie Ducru arbeitete sich danach weiter unerlässlich nach oben, so heiratete Betrands Tochter Marie-Louise ein hohes Mitglied des Parlaments, welcher umgehend das Glas Wasser für die Parlamentssprecher durch ein Glas Ducru-Beaucaillou ersetzen ließ. Marie-Louise kaufte schließlich ihrem Bruder seinen Anteil am Erbe ab und erhöhte die Qualität weiter, sodass das Château bei der Klassifikation von 1855 mit dem zweiten Rang bedacht wurde. Angeblich ist die Klassifikation aber auch auf die Ausschenkung des Weins durch ihren Mann im Parlament zurückzuführen.
Die wilde Zeit der Jahrhundertwende
Die Johnston-Familie erwarb das Gut 1866 und baute den Export der Weine des Guts auf, sodass sie auch eine internationale Reputation bekamen. Außerdem führten sie das Château durch die schwere Zeit der Reblausplage und entwickelten ein Gegenmittel für den aus Amerika eingebrachten falschen Mehltau, die berühmte "Bordeauxmischung". Verschiedene einschneidende Ereignisse wie die Russische Revolution, der erste Weltkrieg und die Prohibition in Amerika machten den Weinverkauf so unrentabel, dass die Familie das Gut 1928 an die Familie Desbarats verkaufte. Nach einem kurzen Intermezzo verkaufte Fernand Odon Desbarats das Weingut 1942 an die Familie Borie, welche heute noch das Gut betreibt.

Das Terroir des Médoc
Das Terroir von Château Ducru-Beaucaillou ist durch die kiesigen Böden des Médoc geprägt. Die durch die Gironde über viele hunderttausend Jahre rundgeschliffenen Steine finden sich auch im Namen wieder: Beaucaillou - schöne Steine. Diese hellen Kiesel übernehmen eine Temperaturregulation des Bodens, so verhindern sie durch ihre helle Farbe, dass sich der Boden zu sehr erhitzt, und speichern gleichzeitig die Wärme in der Nacht. Kombiniert mit den großen Wassermassen der Gironde und des nahegelegenen Atlantiks werden so übermäßige Temperaturspitzen vermieden.
Die wichtigsten Rebsorten auf dem Médoc sind:
- Cabernet Sauvignon
- Merlot
- Petit Verdot

Die Weine
Die drei Varietäten werden in unterschieldlichen Mengen in den drei Weinen von Château Ducru-Beaucaillou verarbeitet, der Erstwein verzichtet sogar auf Petit Verdot. Nach typischer Bordeaux-Tradition wird der Wein nach der Gärung für 18 Monate im Barrique aus neuem französischen Eichenholz gereift. Zweit- und Drittwein wiederum haben eine etwas verkürzte Reifdauer, teilweise im zweitbenutztem Holz.
Verdere informatie over Château Ducru-Beaucaillou
| Anschrift | |
|---|---|
| Bedrijfsnamen: | Jean-Eugène Borie SA |
| Straat: | Château Ducru-Beaucaillou |
| Stad: | 33250 Saint-Julien Beychevelle |
| Land: | FR |
| Regio: | Bordeaux |
| Continent: | Europa |
| Bedrijf | |
| Eigenaar: | Familie Borie |
| Wein | |
| Bebouwde oppervlakte: | Médoc |